Fête de la Musique 2024: Ein Tag, an dem Jena einfach Musik gemacht hat
Am 21. Juni 2024 wurde Jenas Innenstadt für einen Tag zu einem Ort, an dem Musik fast überall auftauchen konnte. Zwischen 14 und 22 Uhr waren in der Stadt zahlreiche Musiker:innen, Bands, Kollektive und Musikprojekte unterwegs. Manche an festen Spots, manche an Orten, die sich selbst organisiert hatten, manche mitten im gewohnten Innenstadtleben.
Für Jena war diese Fête de la Musique ein besonderer Schritt. Nachdem wir als Initiative Innenstadt Jena e.V. im Jahr zuvor bereits als Kooperationspartner beteiligt waren, haben wir 2024 die Lizenz für die Fête übernommen. Damit konnte eine Tradition weitergeführt werden, die der PhonTon e.V. 2013 in Jena ins Leben gerufen hatte.
Die Idee der Fête ist dabei bis heute erstaunlich einfach: Musik soll raus aus geschlossenen Räumen und hinein in die Stadt. Kostenlos, offen zugänglich und ohne große Hürde. Es geht nicht um ein Festival im klassischen Sinne, bei dem man von Bühne zu Bühne läuft und einem festen Ablauf folgt. Die Fête lebt davon, dass Menschen Musik machen, andere stehen bleiben, zuhören, weitergehen oder selbst Teil dieses Tages werden.
Genau das war 2024 in Jena zu spüren. Rund 50 Acts waren in der Innenstadt angekündigt, verteilt auf 19 Spots. Dazu kamen weitere Orte wie der Kulturschlachthof, das Zapata und das Jugendzentrum Hugo in Winzerla, die ebenfalls mit ihren Beiträgen auf der damaligen Übersicht aufgeführt waren. Auch selbst organisierte Spots wie das StadtLab, das Faulloch über den Rosenkeller e.V. und die Treppen am Johannisplatz über den Med-Club e.V. gehörten dazu.
Die Wege durch die Innenstadt wurden dadurch nicht zu einem starren Ablauf, sondern eher zu einer Einladung: losgehen, schauen, hören, bleiben. Wer am Holzmarkt vorbeikam, am Löwenbrunnen, in der Wagnergasse, am Johannisplatz oder an einem der vielen anderen Orte, konnte immer wieder auf Musik treffen.
Mit dabei waren unter anderem Holz & Hygge, KÖZ am Löwenbrunnen, Orange Jungle, Holzmarkt, vomFass, Del.Corazón, Ratszeise, StadtLab, Kulturberatung Jena, Daheme Sommergarten, Neue Mitte Vorplatz, Faulloch, Aquamarin, die Treppen am Johannisplatz, Anders.Cafe und Kabuff. Die Namen zeigen schon, wie unterschiedlich die Orte waren: Gastronomie, Kulturorte, öffentliche Plätze, kleine Treffpunkte. Die Fête hat sie für einen Tag über die Musik miteinander verbunden.
Wichtig war dabei immer: Die Fête de la Musique ist ein Fest der Beteiligung. Musiker:innen treten ohne Gage auf, der Eintritt ist frei, und im Mittelpunkt steht nicht die perfekte Inszenierung, sondern die gemeinsame Idee. Wir haben 2024 vor allem koordiniert, vermittelt, sichtbar gemacht und die gemeinsame Bewerbung übernommen. So konnten Orte und Musiker:innen zusammenfinden, ohne dass der offene Charakter der Fête verloren ging.
Auch für die Innenstadt selbst war dieser Tag ein gutes Bild dafür, was möglich wird, wenn viele mitmachen. Musik verändert die Art, wie man sich durch eine Stadt bewegt. Man bleibt eher stehen. Man nimmt einen Platz anders wahr. Man kommt ins Gespräch. Ein Ort, an dem man sonst nur vorbeiläuft, bekommt plötzlich einen Moment, der hängen bleibt.
Dass diese erste vollständig durch uns koordinierte Fête in dieser Breite stattfinden konnte, war nur durch viele Beteiligte möglich. Ein besonderer Dank galt Ina vom PhonTon e.V. für die unkomplizierte Übergabe, die Unterstützung und die Zuarbeit bei der Planung. Ebenfalls gedankt wurde Sabrina, der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Initiative Innenstadt, für die Koordination und Kommunikation mit rund 30 Acts. Auch die Stadt Jena unterstützte die Umsetzung, unter anderem bei der Plakatierung.
Im Rückblick bleibt die Fête de la Musique 2024 als ein Tag in Erinnerung, an dem die Innenstadt nicht groß umgebaut werden musste, um anders zu wirken. Es brauchte Musik, offene Orte und Menschen, die bereit waren, etwas beizutragen. Daraus entstand kein Hochglanzfestival, sondern ein lebendiger Sommertag mit vielen kleinen und größeren musikalischen Momenten.
Und genau darin liegt die Stärke der Fête: Sie muss nicht perfekt durchgeplant wirken. Sie darf sich durch die Stadt bewegen, darf Überraschungen zulassen und darf zeigen, wie viel kulturelles Leben bereits da ist. 2024 war dafür ein wichtiger Anfang unter neuer Koordination – und eine gute Grundlage für alles, was danach kommen konnte.
2024 war für die Fête in Jena ein wichtiges Jahr. Nachdem wir im Vorjahr erstmals Kooperationspartnerin gewesen war, übernahmen wir nun selbst die Lizenz und führten die Tradition weiter, die der PhonTon e.V. 2013 in Jena angestoßen hatte.
In der Innenstadt waren rund 50 Acts angekündigt. Dazu kamen weitere Orte wie der Kulturschlachthof, das Zapata und das Jugendzentrum Hugo in Winzerla. Die Fête blieb damit nicht an einem zentralen Platz hängen, sondern verteilte sich über viele Stationen. Genau das passte zum Grundgedanken: Musik sollte an diesem Tag nicht gesucht werden müssen, sondern beim Unterwegssein auftauchen.
Besonders stark war 2024 die Mischung aus zentral koordinierten und selbst organisierten Orten. Zu den bekannten Anlaufpunkten gehörten Holz und Hygge, das KÖZ am Löwenbrunnen, Orange Jungle und der Holzmarkt. Dazu kamen weitere Spots wie vomFass, Del.Corazón, Ratszeise, das StadtLab, die Kulturberatung Jena, der Daheme Sommergarten und der Vorplatz der Neuen Mitte.
Wichtig war dabei die Mischung: Einige Orte wurden durch uns koordiniert, andere organisierten sich selbst. Dadurch hatte der Tag eine klare Orientierung, ohne zu streng geplant zu wirken. Wer durch die Innenstadt lief, konnte sich an der Übersicht entlang bewegen oder einfach dort stehen bleiben, wo gerade Musik zu hören war.
Auch die Orte außerhalb des engsten Innenstadtbereichs erweiterten den Tag. Zapata, Jugendzentrum Hugo in Winzerla und Kulturschlachthof waren ebenfalls in der Übersicht aufgeführt. So wurde die Fête nicht nur als Innenstadtaktion sichtbar, sondern als musikalischer Tag für Jena.
Die Fête 2024 war musikalisch breit angelegt: Bands, Musiker:innen, Kollektiven und Musikprojekte meldeten sich gleichermaßen an. Genau diese Mischung gehört zur Fête: Sie unterscheidet nicht streng zwischen professionell, semi-professionell oder Laienmusik. Entscheidend ist, dass Menschen Musik machen und andere daran teilhaben lassen.
Die Fête fand an vielen Orten statt, die mitten in der Innenstadt liegen oder direkt mit Cafés, Bars und bestehenden Treffpunkten verbunden sind. Dadurch ergaben sich Pausen fast von selbst: etwas trinken, weitergehen, wieder stehen bleiben, dem nächsten Beitrag zuhören.
Gerade diese Nähe zur bestehenden Innenstadt macht die Fête angenehm. Sie braucht kein künstlich abgegrenztes Veranstaltungsgelände. Sie nutzt das, was da ist: Orte, Wege, Gastronomie, Plätze und Menschen, die an diesem Tag gemeinsam unterwegs sind.
Die Fête war auch für Familien gut zugänglich. Der Eintritt war frei, die Wege in der Innenstadt waren kurz und niemand musste sich auf einen festen Ablauf festlegen. Für Familien ist genau das praktisch. Man kann kurz vorbeischauen, weitergehen, später wiederkommen oder einfach an dem Ort bleiben, an dem es gerade passt. Die Fête funktioniert nicht über Sitzplätze und Anfangszeiten, sondern über Nähe und Bewegung.
Die wichtigste Besonderheit 2024 war unsere neue Rolle. Mit der Lizenzübernahme wurde aus der bisherigen Kooperation eine eigene Verantwortung für die Fête in Jena. Gleichzeitig blieb der ursprüngliche Gedanke erhalten: Musik im öffentlichen Raum, kostenloser Zugang und Beteiligung statt abgeschlossenem Konzertformat.
Die Fête de la Musique 2024 fand am 21. Juni von 14 bis 22 Uhr statt. Die Übersicht zu Spots und Zeiten war in diesem Zeitraum und in der Bewerbungsphase zuvor über unsere Website abrufbar und zusätzlich per QR-Code erreichbar. Der Eintritt war frei, alle Musiker:innen traten ohne Gage auf.